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Artikel zu Thema Astrologie
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1. Astrologie – eine Pseudowissenschaft? Copyright © 1997 - 2002 Acolina. All Rights Reserved
"Es gibt mehr Ding im Himmel und auf Erden, als eure Schulweisheit sich träumt..." sagte schon Hamlet und genau an diese Grenzen unseres Wissens möchte Sie diese Website entführen.
Nicht fertige Meinungen sollen hier vermittelt werden, aber dafür so manche Anregung einmal die ausgetretenen, bekannten Pfade zu verlassen und selbst auf eine spannende Forschungs- und Entdeckungsreise zu gehen, deren Ausgang ungewiss ist. Eine Reise, im Laufe derer vielleicht so manches Undenkbare denkbar wird und so manches alte Weltbild einem neuen, erweiterten Platz macht.
Die folgenden Seiten sind dem großen italienischen Denker und Kosmologen (Astrologen) Giordano Bruno (1548-1600) gewidmet, der nach sieben Jahren im lichtlosen Kerker, fast erblindet, verurteilt von einem Richterkollegium aus neun Kardinälen, am 17. Februar 1600 auf dem Scheiterhaufen in Rom als Ketzer verbrannt wurde.
Ist die Astrologie eine Wissenschaft oder - wie ihre Kritiker meinen - eine "Pseudowissenschaft", ein längst widerlegter Aberglaube?
Um einer Antwort auf diese Frage näher zu kommen, müssen wir uns erst mal mit dem Begriff "Wissenschaft" näher beschäftigen. Wissenschaft = das, was Wissen schafft?
Das Duden-Universalwörterbuch bezeichnet Wissenschaft als "argumentativ gestütztes Wissen hervorbringende forschende Tätigkeit in einem bestimmten Bereich".
Die Wurzeln des heutigen Wissenschaftsverständnisses gehen in die Philosophie der griechischen Antike zurück (weshalb die Philosophie lange Zeit als „die Mutter aller Wissenschaft" galt). Aristoteles unterschied zwischen theoretischer und praktischer Wissenschaft. Theorie verstand er als geistige „Wesensschau", die rein, autark und zweckfrei sein sollte, während praktische Wissenschaft in Anwendung und Handeln eingeht und sich dort bewähren muss. Diese Unterscheidung und besonders die Bevorzugung der Theorie hat sich im Kern durch die abendländische Geschichte der Wissenschaft bis heute erhalten.
Die Eigenschaften "rein, autark und zweckfrei" scheinen jedoch immer mehr ins Hintertreffen - ja oft genug völlig vergessen worden zu sein. Der heutige "Wissenschaftsbetrieb" - die so genannte Schulwissenschaft an unseren Universitäten, Fachhochschulen etc. - ist leider immer mal wieder eher von einer Art "Dogmen-Anbetung" als von unvoreingenommenem Forschergeist gekennzeichnet und wird häufig von finanziellen Interessen sowie politischen und wirtschaftlichen Abhängigkeiten bestimmt. Dabei wird allzu oft etwas, was genau genommen nur These - d.h. Spekulation - oder "majory opinion" ist, als "wissenschaftlich erwiesene Tatsache" dargestellt und mit geradezu missionarisch anmutendem Eifer verbreitet und gegenüber "Ungläubigen" verteidigt. Solche "Ungläubige" finden sich schnell ins Lächerliche gezogen auf dem Scheiterhaufen der Wissenschaft wieder. Abgeschnitten von Forschungsgeldern und der Möglichkeit von Veröffentlichungen in den einschlägigen Fachpublikationen ist auch die vielversprechendste Wissenschaftlerkarriere schnell zu Ende.
Die modernen Inquisitoren finden sich insbesondere auch in den Reihen der so genannten "Skeptiker"-Organisationen wie CSICOP bzw. deren deutschem Ableger GWUP. Sie maßen sich an, die "Kriterien der Wissenschaftlichkeit" festzulegen und zu entscheiden was "wissenschaftlich" und was "pseudowissenschaftlich" ist. Dass es dabei nicht immer mit rechten Dingen und besonders redlich zugeht, ist inzwischen auch einigen Insidern solcher Gruppen aufgefallen, die ersten Abspaltungen folgten bei Fuß.
Liest man die so genannten "wissenschaftlichen Widerlegungen" solcher Gruppen z.B. bezüglich Astrologie (z.B. die des "Astrologie-Entlarvers" schlechthin: Joachim Herrmann), sticht selbst dem nur mittelmäßig in der Astrologie Bewanderten gleich eins ins Auge: Die Unwissenheit in punkto Astrologie.
Ich meine, wenn ich die Wissenschaftlichkeit einer Sache beurteilen will, komme ich nun mal nicht umhin, mich intensiv in dies Thema einzuarbeiten. In Sachen Astrologie heißt dies, mich in dieses Weltbild einzufühlen, sie und ihre vielen Untergebiete wie Solarhoroskope, Progression, Planetenstunden, Wetterhoroskopie etc. gründlichst und möglichst unvoreingenommen zu studieren und mir anhand einer - auch statistisch ausreichend - großen Anzahl selbst erarbeiteter Horoskope echte Kompetenz für ein abschließendes Urteil zu erwerben. *Und dazu sind jahrelange Ausbildungen, Studien und Arbeiten unabdingbar!
Um Missverständnissen vorzubeugen, Skepsis und Kritikfähigkeit sind meiner Meinung nach für eine redliche wissenschaftliche Arbeit nicht nur sehr wichtig, sondern unersetzlich!
Auch möchte ich hier nicht die Schulwissenschaft schlechthin verdammen. Es gibt hier sehr viele sehr fähige, einerseits auf ihrem Fachgebiet sehr kompetente, andererseits sich auch der interdisziplinären Zusammenhänge bewusste Wissenschaftler. Allerdings gibt es die auch jenseits dieser Schulwissenschaft. Wie es auch Scharlatane diesseits und jenseits gibt. Außerdem sind die so genannten Grenzwissenschaften - die Astrologie eingeschlossen - nun wirklich auch nicht "ohne". Gerade auch hier tummeln sich viele Gurus, die keinen Gott - keine Meinung - neben sich dulden. Auch hier gibt es moderne Inquisitoren - von Scharlatanen, die diesen eifrig in die Hände arbeiten, gar nicht zu reden. Auch hier gibt es die berühmten Mitläufer und Nachplapperer.
Vielleicht ist es genau das, was Schul- und Nicht-Schul- / Grenzwissenschaftler jeweils am anderen so stört: Dass man sich viel ähnlicher ist, als man wahrhaben möchte.
Ich denke weiterhin, Wissenschaftlichkeit ist nicht Hochschulabsolventen vorbehalten. Wissenschaftlich arbeiten kann / tut jeder, der bereit ist, sich z.B. möglichst unvoreingenommen tief in ein Thema einzuarbeiten, es zu erforschen und zu systematisieren, dem eine gewisse kindliche, staunende Neugier noch nicht abhanden gekommen ist, bei dem die Faszination des "Wissen schaffen" nicht von stetiger Selbstbeweihräucherung und -verliebtheit aufgefressen wurde und für den Verantwortung und Ethik nicht zu den eher unbekannten Größen zählen.
Unsere Wissenschaft, wir Menschen werden dann einen gewaltigen Sprung nach vorn tun, wenn wir lernen, nicht gleich alles, was wir nicht verstehen und unserem bisherigen Weltbild fremd ist, mit einem "unmöglich!" abzutun. Wenn wir lernen zusammenzuarbeiten, anstatt im Rausch der Standesdünkel (auf beiden Seiten!) aufeinander einzuhämmern.
Nun werden Sie vielleicht sagen: "Schön und gut, aber was ist die Astrologie denn nun? Wissenschaft? Aberglaube?"
Kommen wir zum Duden-Universalwörterbuch zurück, das ja aussagte, "argumentativ gestütztes Wissen hervorbringende forschende Tätigkeit in einem bestimmten Bereich" bezeichne man als Wissenschaft.
Demnach und auch nach meinen bisherigen Erfahrungen ist Astrologie eine Wissenschaft. Der augenblicklich herrschende Zeitgeist zählt allerdings die Astrologie wohl eher nicht zu den Wissenschaften. Aber der Zeitgeist wandelt sich bekanntlich öfter mal. Was z.B. vor kurzem noch eher zur Metaphysik zählte, ist heute schulwissenschaftlich anerkanntes Wissen der Physik.
Ich meine, wir sollten uns weniger auf die Meinung anderer - und sei es die noch so Furcht erregend Gelehrter - verlassen, sondern uns viel häufiger eine eigene Meinung bilden. Und wir sollten nicht vergessen: Kein Mensch ist unfehlbar - auch wir selbst nicht ;-)
Also, erforschen Sie die Astrologie, sammeln Sie eigene Erfahrungen und entscheiden Sie dann selbst.
Im übrigen: Treffen die Aussagen der Astrologie zu, sind sie ein erstaunliches Phänomen, tun sie es nicht, werden sie als Humbug abgetan. Sagt die Häufigkeit der Treffer** mehr über den "Wissenschaftler" oder mehr über die "Wissenschaft" an sich bzw. die "Wissenschaftlichkeit" aus? Wenn von 100 Horoskopen nur 10 zutreffen**, sind die Worte Zufall und Scharlatanerie schnell in aller Munde. Sind z.B. in der schulwissenschaftlichen Krebsforschung 10 von 100 Versuchen erfolgreich, käme kaum jemand auf die Idee, weder die Krebsforschung als Wissenschaft, noch die Wissenschaftlichkeit des Forschers in Frage zu stellen.
* Nachsatz von Richard Bosch
** In der psychologischen Astrologie geht es überhaupt nicht darum, Treffer zu erzielen. Siehe auch die Links AUSBILDUNGSBESCHREIBUNG und GEBURTSHOROSKOP auf dieser Hompage (http://www.astro-institut.org)
2. Astrologie: Wissenschaft oder Aberglaube? von Gandalf, einem
Nicht-Astrologen!
In vielen Magazinen, Fernsehsendungen und Diskussionen wird immer wieder die Frage laut: Läßt sich Astrologie wissenschaftlich beweisen, oder handelt es sich hier um reinen Aberglauben?
Beobachtet man dies in Form einer Pro-/Kontra - Diskussion, endet es dann meist damit, daß sich die Gegner der Astrologie herablassen, der selbigen allenfalls Unterhaltungswert (auf dem Niveau von Zeitungswitzen) zuzubilligen und die Befürworter meinen, eine Erklärung für "das funktionieren(?)" der Astrologie in Magnetfeldern, Schwerkraftwellen, usw. gefunden zu haben. Da die Beweislage für eine wissenschaftliche These pro Astrologie (natürlich) mehr als dürftig ist, geht obiger Disput regelmäßig zu Gunsten der "Kontras" aus.
Aufgrund dessen sollte man eigentlich meinen, daß sich so "ein Humbug" mittlerweile längst von selbst erledigt hat. Andere Analogiesysteme, wie "Eingeweidelesen"; "Deuten des Vogelfluges"; "Runendeuten", usw. , sind schon längst zum großen Teil nicht einmal mehr vom "Hörensagen" bekannt.
"Man muß halt daran glauben....", - bekommt man dann oft "wohlwollend" zu hören.
Wer gibt denn schon gerne öffentlich zu, daß er so einer "Volksverdummung" nachhängt? Außer "zum Spaß" an der Silvesterfeier vielleicht. ...
Für weitere Überlegungen sollte man sich aber eine grundsätzliche Diskussion bezüglich Wissenschaft und Esoterik erst einmal näher anschauen.
Da also Wissenschaftler gern - völlig unwissenschaftlich - ebenfalls ihren eigenen Vorurteilen nachhängen, wird es einmal Zeit, sich ernsthaft mit der Frage auseinanderzusetzen:
Ist Astrologie eine
Wissenschaft?
Grundsätzlich möchte ich hier behaupten, daß sich diese Frage bei genauerer Betrachtung dieser Thematik überhaupt nicht stellt! - Kann sich nicht stellen, denn:
In unserer westlichen Kultur wird der Begriff "Wissenschaft" mit der "funktionalen Erforschung von Ursache und Wirkung" nahezu gleichgesetzt. Um aus dem Verhältnis Ursache/Wirkung Gesetzmäßigkeiten abzuleiten, bedient man sich u.a. der Logik (Immer wenn..., dann auch...). Dass man dabei sehr häufig Kausalitäten aus Statistiken "konstruiert" (in der Medizin fast nur) und somit mit "Nicht-Logik" = Ana-Logik (Analogie) arbeitet, wird dabei geflissentlich (unwissentlich?) unterschlagen. Diese Vorgehensweise ist bei den sogen. "nicht exakten Wissenschaften" (z.B. der Medizin und der Soziologie) so selbstverständlich, daß niemand auch nur den geringsten Zweifel hegt, daß es für jede eindeutig festgestellte Wirkung, eine entsprechend exakte Ursache geben MUSS.
Die (unantastbare) Vorstellung, daß alles eine Ursache haben muß, entspringt unserer gegenwärtigen mechanistischen Denkweise und dem latenten Bedürfnis unserer Gesellschaft für jedwedes Ereignis eine Ursache (v.a. Schuld) bei irgendjemandem oder irgendwas zu finden. (Nicht umsonst haben wir es ja auch mit einer "Psychologenschwemme" und der sprichwörtlichen "Vollkasko-Mentalität" zu tun.)
Ein Denkfehler.
Dass es sich hier aber um einen (zwar plausiblen) Denkfehler handeln könnte, wird faktisch von niemandem ernsthaft in Betracht gezogen. Doch gerade hier "liegt der Hase im Pfeffer" - hierfür ein typisches Beispiel für unsere Denkweise, die sich täglich in solchen oder ähnlichen Dialogen äußert:
Frage: Ein Mensch hat "Schnupfen" - worin liegt die Ursache?
Antwort: Nach landläufiger Erkenntnis wird dieser durch Viren verursacht(!?)
Frage: Aber wie kommt es dann, das Menschen, die selbe Luft des Kranken atmen und somit nachweislich ebenfalls mit diesen Viren "verseucht" sind, nicht krank werden, - oder sind?
Antwort: Hierbei ist die "Konstitution" des Einzelnen zu beachten!
Frage: Was ist die Ursache für die entsprechende Konstitution ?
Antwort: Nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen wird diese durch das Erbgut entscheidend geprägt.
Frage: Wodurch wird aber das Erbgut geprägt?
Antwort: ........
An dieser Stelle möchte ich abbrechen, da wohl nun klar wird, das man "IMMER" beim "URKNALL" als letzte kausale Ursache herauskommen wird, ...
.... - so lange man nicht das Fragen aufhört!
Hieraus ergeben sich aber folgende Konsequenzen:
1. Die Frage nach DER Ursache ist grundsätzlich nicht beantwortbar!
2. Da angelerntes Wissen immer nur geglaubt werden kann, wird der Fragende sich mit der Antwort zufrieden geben, die seinem derzeitigen Wissensniveau (Glaubenssystem!?) am nächsten kommt und die er somit integrieren kann.
Wissenschaft - eine
Frage der Ebene?
Ein wichtiges Beispiel: Wir können einem Wissenschaftler ja auch nur "glauben", daß im Sonneninneren eine Temperatur von soundsoviel Millionen Grad Celsius durch Kernfusion (der sogenannte "Bethe-Weizsäcker-Zyklus"- für die wissenschaftl. Interessierten) erzeugt wird. Amüsant ist dabei an diesem Beispiel, wie sich die Wissenschaftler VOR Entdeckung der Kernfusion ihren "Reim" auf die Energieerzeugung unseres Zentralgestirnes machten: Am Anfang der Industrialisierung (und als die Wissenschaft begann, das zu sein, was wir uns heute allgemein darunter vorstellen) war die anerkannte These, daß auf der Sonnenoberfläche gigantische Kohlefeuer lodern müßten (klar, - Kohle war zu diesem Zeitpunkt der Brennstoff mit der höchsten Energiedichte). Die "wenigen Ungereimtheiten" dieser Theorie waren mangels besserem Wissen nicht relevant.... Bis Newton die Schwerkraft "entdeckte"! - Mit einem Schlag war klar: Die Sonnenenergie entsteht durch Massenkontraktion! - Nun, wir wissen es heute natürlich genau! (??). ;-) *) Die Weisheit von heute ist der Irrtum von morgen!
Da sich somit die gesamte (westliche) Wissenschaft gemäß Punkt 2 o.g. Feststellung einerseits auf den derzeit herrschenden Kontext "stillschweigend" geeinigt hat (eine Art "sanfte Verschwörung" sozusagen;-)) und andererseits das "Fachidiotentum" ständig zunimmt, braucht man sich nicht zu wunder, daß....
....ein Physiker die "Ursache" und "Funktionsweise" der Astrologie auf der EBENE der magnetischen Kräfte, Gravitationswellen oder auf der Quantenebene feststellen, bzw. zumindest vermuten (oder aber "widerlegen") wird.
...ein Biologe, vermutet dies auf der EBENE der "biologischen Rhythmen"
… ein Psychologe erkennt (s)eine EBENE der "Massenphänomene"
....und ein Soziologe wird die Astrologie mit dem natürlichen Wunsch des Menschen nach "Führung" in Verbindung bringen und damit auf "seiner EBENE" bloßstellen und bekämpfen. usw.
Fassen wir zusammen: Jeder dieser Wissenschaftler hat dabei die Astrologie in sein Fachgebiet integriert - jedoch ohne um sie zu wissen! "Wissen" kann man sich tatsächlich nur durch eigene Erfahrung aneignen und ist somit immer individuell.
Ich möchte deshalb hier einfach an dieser Stelle eine provokative Formel aufstellen, die hoffe ich, Anlaß zum Nachdenken und diskutieren gibt:
"objektives" (Schul-)Wissen = objektiver "GLAUBE" (...an das derzeit herrschende Weltbild)
"subjektive" Erfahrung .......... = subjektives "WISSEN"
ð WISSEN ist somit IMMER subjektiv!
Dies widerspricht natürlich grundsätzlich dem derzeit herrschenden (reduktionistischen) Weltbild mit seiner Gesellschaft die an das unendliche materiellen Wachstum glaubt.
Astrologie - ein Mißverständnis?
Leider tragen viele (insbesondere Hobby- und Klassische-) Astrologen zur allgemeinen Verwirrung über das (Miß-) Verständnis der Astrologie bei:
So hört und liest man immer wieder: "...die Sterne zwingen nicht, sondern sie machen nur geneigt!" - oder so ähnlich.
Dies ist natürlich absoluter Humbug! Man kommt ja auch nicht auf die Idee zu sagen: "Ein Fieberthermometer zwingt mich nicht zu erhöhter Temperatur, sondern macht mich nur geneigt (!?)"
Genau das Gegenteil ist der Fall: die Sterne zeigen (Ur-)Prinzipien an - und das mit absoluter Präzision!
Lediglich die EBENE der Verwirklichung läßt sich i.d.R. nicht feststellen - und ist im Übrigen dem Schick-Sal (= geschicktes Heil; ein Qualitätsbegriff!) auch völlig gleich. So gibt es z.B. eine Alltagserfahrung, die vielleicht schon mancher staunend beobachtet hat: daß Bekannte nach der Scheidung, trotzdem ihrem "Typ" "treu" bleiben - und oftmals die gleichen Fehler (auf anderer Ebene) wiederholen.
Dabei klärt sich auch der Widerspruch zwischen individueller Freiheit und Determinismus: Der Mediziner kann beim obigen Beispiel ruhig bei seiner "Viren-Ursachen-Ebene" bleiben, wie der Genetiker bei seiner "Erbfaktoren-Ursachen-Ebene" - der Erkältung ist das völlig egal und man holt sich ja seinen Schnupfen bekanntlich – dann, wenn man ihn braucht (wenn man sich für ein bestimmtes Thema nicht mehr erwärmen kann und die Nase voll hat).
Insofern sind durch "Astrologen" prophezeite**, konkrete "Ereignisse" oft nicht das Papier wert, auf dem sie stehen. (Aktuelles Beispiel: "die Sonnenfinsternis") Jedoch wenn es um die "Qualität der (persönlichen) Handlung" geht, kann die Astrologie hervorragende Dienste leisten.
Oft werden die Menschen, die die Astrologie gefunden haben, als primitiv dargestellt, mit der Absicht, daß sie ursprünglich den Willen "der Götter" errechnen wollten, die sie in den Sternen des Firmamentes entdeckt zu haben glauben.
Auch hier ist wiederum genau das Gegenteil der Fall: Von den Menschen wurden und werden immer wieder äußere "Analogiesysteme" (Synchronizitäten) erforscht, die der eigenen Realitätsebene entsprechen. Denn alle Wirklichkeitsebenen entsprechen gemäß dem fundamentalen Analogiegesetz - wie oben, so unten - einander, da sie in "senkrechter" Richtung von den Urprinzipien durchdrungen werden. (siehe auch die "Selbstähnlichkeit" von "fraktalen Dimensionen" in der Chaosforschung).
!?..... Wie? ... War das zuviel?
Genau an dieser Stelle geraten Analogiesysteme (Synchronizitäten) regelmäßig in den Erklärungsnotstand. Deshalb hab ich mich bemüht, hier ein "Bild" zu bringen wie die "Urprinzipien unsere Realitätsebene senkrecht durchdringen" (... könnten), da eine kausale Erklärung auf Basis des gegenwärtigen wissenschaftlichen Weltverständnis generell ausgeschlossen werden muß(!)
Gödel würde hier sagen: „Alle widerspruchsfreien axiomatischen Formulierungen der Wissenschaft enthalten unentscheidbare Aussagen.“ Oder anders ausgedrückt: “Man kann nicht wissenschaftlich über die Astrologie als Wissenschaften reden, da man zwangsläufig in eine Falle der Selbstbezüglichkeit tappt".
Ein Erklärungsversuch:
Exkurs: Mehrdimensionale Ebenen:
Wie bereits erwähnt, wurde früher aus dem Vogelflug, der Eingeweide, dem Blätterrauschen, dem Tierverhalten, usw. gedeutet. Die Astrologie hat und hatte aber immer einen entscheidenden Vorteil: Man kann den Stand der Gestirne (z.B. im Gegensatz zum Tierverhalten) in der Vergangenheit - und Zukunft berechnen! Da wir aber wie bereits mehrfach erwähnt in einer mechanistischen Zeit leben, stürzen sich sowohl Hobbyastrologen, Medien und Gegner der Astrologie fast ausschließlich auf diesen funktionalen Aspekt, ohne zu begreifen, daß die dahinter stehenden Urprinzipien (die ja noch in den Planentensymbolen erkennbar sind!) der Schlüssel zum Verständnis JEDER "Ursachenebene" sind.
"Die Krise unserer Gesellschaft, ist eine Krise unserer
Wahrnehmung"; Ken Wilber
Gandalf
PS.:
Astrologie finde ich faszinierend und die Beschäftigung mit den Symbolen wunderbar und erfüllend. Dennoch bin ich kein Astrologe (oder Hobbyastrologe) und habe mir noch niemals ein Horoskop durch einen Astrologen erstellen lassen, da ich weiß, daß die Astrologie nur ein Krücke, bzw. eine Sehhilfe ist, um die Realität außen, im Spiegel zu betrachten. Nach meiner Erfahrung ist es weitaus interessanter, die Urprinzipien in sich selber, seinen Gewohnheiten und den täglichen Erlebnissen, die einem das Leben offeriert, wieder zu finden. ***
Einige der o.g. Beispiele und Denkansätze wurden übrigens hervorragend von den Bestsellerautoren Th. Detlefsen ("Schicksal als Chance") und dem Arzt Rüdiger Dahlke ("Das senkrechte Weltbild", "Krankheit als Weg") ausführlich dargestellt.
*) Nachsatz von Richard Bosch
** in der psychologischen Astrologie gibt es keine Prophezeiungen.
*** dies jedoch ist ein Grundanliegen der psychologischen Astrologie.